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Daniela Hagmann (Tübingen) & Szarah Sanchez Roman (Heidelberg)

Studienleitung: Dr. Daniela Hagmann (Universitätsklinikum Tübingen), Dr. Szarah Sanchez Roman (Mind Generation GmbH, Heidelberg)

Zusammenfassung: 

Essstörungen wie Anorexia nervosa (AN) und Bulimia nervosa (BN) treten häufig im Jugendalter auf und können mit einem Risiko für Chronifizierung und schwere Verläufe einhergehen. Lange Wartezeiten auf ambulante Psychotherapie können die Versorgung zusätzlich erschweren. Digitale Interventionen werden als eine Möglichkeit untersucht, Wartezeiten zu überbrücken und einer Verschlechterung der Symptomatik entgegenzuwirken.

Diese monozentrische, unverblindete, randomisiert-kontrollierte Studie untersucht die Wirksamkeit einer appbasierten, verhaltenstherapeutisch fundierten Intervention (Interventionsgruppe) im Vergleich zu Treatment as usual (TAU) bei 12- bis 17-jährigen Jugendlichen mit AN/BN (Ziel: N = 259). Studienteilnahme und Datenerhebung erfolgen vollständig online, wodurch eine deutschlandweite Rekrutierung ermöglicht wird.

Nach der Baseline-Erhebung (T0) erhält die Interventionsgruppe für 12 Wochen Zugang zur digitalen Intervention. Die Kontrollgruppe verbleibt während dieses Zeitraums in einer Wartekontrollbedingung (TAU). Medizinische Routineversorgung sowie das Verbleiben auf Wartelisten sind davon unberührt.

Primärer Endpunkt ist die Veränderung der essstörungsspezifischen Psychopathologie (EDE-Q-Gesamtscore) zwischen T0 und Post-Intervention (T1) im Gruppenvergleich. Sekundäre Endpunkte umfassen Adhärenz (Nutzungsmetadaten), Lebensqualität (KIDSCREEN), Therapiemotivation, ungeplante Inanspruchnahme des Gesundheitssystems (Notfälle/Hospitalisierungen), Nebenwirkungen sowie die elterliche Einschätzung der Symptomatik. Für die Interventionsgruppe erfolgt zusätzlich eine Follow-up-Erhebung nach weiteren sechs Wochen.

Alle Daten werden pseudonymisiert und DSGVO-konform verarbeitet. Die Studie soll Erkenntnisse zur Wirksamkeit digitaler Interventionen während Wartezeiten auf eine psychotherapeutische Behandlung liefern und deren potenziellen Beitrag zur Stabilisierung der Essstörungssymptomatik bei Jugendlichen untersuchen.

Projektlaufzeit: bis 09/2027

Drittmittel-Förderung: Ja

Teilnehmende gesucht: Ja

Ansprechpersonen:
Franziska Kosel
Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Medizinische Fakultät, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Abteilung Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter,
Osianderstraße 14, 72076 Tübingen

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Weitere Informationen auf der Studien-Website

 

 

 

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