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Kathrin Schag (Tübingen) & Julie Lorraine O'Sullivan (Berlin)

Studienleitung: PD Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Kathrin Schag (PI, Tübingen) und Prof. Dr. rer. medic. Dipl.-Psych. Julie Lorraine O’Sullivan (Co-PI, Berlin)

Zusammenfassung: Die Häufigkeit von Essstörungen nimmt zu, so auch die Häufigkeit von Essstörungen bei Männern. Zudem ist das Risiko für Essstörungen bei marginalisierten Personen aus sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten (LGBTQIA+) erhöht und es besteht für Männer und LGBTQIA+ ein erhöhtes Risiko für Stigmatisierung. Daher untersuchen wir bei MASC-ED, welche geschlechter- und diversitätsspezifischen zugrundeliegende Faktoren und Symptome bei Essstörungen bestehen.

Dazu haben wir einen Forschungsbeirat mit Betroffenen von Essstörungen diversen Geschlechts etabliert, der kontinuierlich bei der Konzeption der Studie, der Rekrutierung sowie bei der Auswertung und Interpretation der Studie mitarbeitet.

In sog. quantitativen Erhebungen untersuchen wir bei 40 Männern im Vergleich zu 40 Frauen mit einer Essstörung, ob Unterschiede bezüglich neuropsychologischer Mechanismen, Symptomatik, Körperbild und Stigmatisierung bestehen, und zusätzlich, ob sich Unterschiede in Abhängigkeit von der Essstörung (restriktives Essen vs. Essanfälle) zeigen. Dazu setzen wir verschiedene neuropsychologische Tests, u.a. anderem zur Untersuchung der Impulsivität und Flexibilität im Denken, sowie verschiedene voruntersuchte Fragebögen ein.
In sog. qualitativen Erhebungen untersuchen wir geschlechter- und diversitätsspezifische Erfahrungen und Verhaltensweisen bezüglich Essstörungen mittels qualitativer strukturierter Interviews bei 10 Personen verschiedener sexueller Orientierung und soziokulturellen Geschlechts.

Wir erwarten, dass sich bei diesen Untersuchungen Unterschiede zwischen Männern und Frauen mit Essstörungen zeigen und, dass wir individuelle Herausforderungen und Ressourcen bezüglich Essstörungen bei LGBTQIA+ identifizieren können. Daraus können Erkenntnisse zur Entwicklung eines geschlechter- und diversitätssensiblen Störungsbildes und Ansätze für personalisierte Interventionen abgeleitet werden.

Projektlaufzeit: bis 03/2027

Drittmittel-Förderung: Ja

Teilnehmende gesucht: Ja

Ansprechpersonen:
PD Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Kathrin Schag
Universitätsklinikum Tübingen, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
DZPG (Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit)

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Website: 

https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/studie-diversitaet-und-essstoerungen

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