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Aktuelle Studie zu familienbasierter ambulanter und multimodaler stationärer Therapie für Kinder und Jugendliche mit Anorexia nervosa: Teilnehmende gesucht

Seit Juli 2024 wird in Deutschland die FIAT-Studie durchgeführt, bei der die ambulante telemedizinische Familien-Basierte Therapie (FBT) mit stationärer multimodaler Therapie (SMT) verglichen wird. In den angelsächsischen Ländern konnte die Wirksamkeit der FBT bei Kindern und Jugendlichen mit Anorexia nervosa in klinischen Studien nachgewiesen werden. Die FIAT-Studie soll nun erstmalig in Deutschland die Wirksamkeit und die Nicht-Unterlegenheit der FBT im Vergleich zur stationären multimodalen Behandlung bei Kindern und Jugendlichen geprüft werden, bei denen die Diagnose einer Anorexia nervosa und eine Indikation für eine vollstationäre Behandlung vorliegen. Zudem werden die Kosten der Behandlung durch die Krankenkassen erhoben.

An insgesamt 22 Kliniken in ganz Deutschland werden dafür circa 50 FBT-Therapeut:innen ausgebildet. Seit Januar 2025 werden die ersten Patient:innen in die Studie eingeschlossen. Teilnehmen können Patient:innen, die zwischen 8 und 17 Jahre alt sind, bei denen die Diagnose einer Anorexia nervosa und eine Indikation für eine vollstationäre Behandlung vorliegt, die zudem gesetzlich krankenversichert sind und über eine stabile Internetverbindung verfügen.

Zum Einschluss werden die Patient:Innen randomisiert und per Zufall der FBT oder der SMT zugeteilt. Bei Beginn der Behandlung, bei Therapieende, nach 6 und nach 12 Monaten werden standardisierte Interviews geführt und der/die Patient:in sowie die Eltern füllen verschiedene Fragebögen aus. Die vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Studie läuft noch bis Juni 2028. 

Mehr Informationen zur Studie und zu den beiden Behandlungsformen finden Sie hier. 

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